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Orthesen und Bandagen in Berlin: stabilisieren, entlasten, führen

Orthesen- und Bandagenanpassung

MotusVital führt elastische Bandagen und fertig konfektionierte Orthesen mit Schalen, Schienen oder Gelenken für Fuß, Knie, Hand, Ellenbogen, Schulter und Rumpf. Wie viel Stabilität Sie brauchen, ergibt sich aus Verordnung, Befund und Alltag. Danach vermessen wir das Gelenk und stellen das Hilfsmittel darauf ein.

Wann eine Orthese oder Bandage sinnvoll ist

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Orthesen und Bandagen kommen nach Verletzungen, nach Operationen und bei Verschleiß zum Einsatz. Diese Anlässe sind häufig:

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  • Nach dem Umknicken im Sprunggelenk: Ein gerissenes Außenband wird heute meist ohne Operation und ohne Gips behandelt, und zwar mit einer halbstarren Sprunggelenkorthese, in der Sie früh wieder auftreten. Sie bremst das Wegknicken nach außen. Eine elastische Bandage gibt in dieser Phase weniger Sicherheit.

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  • Nach einer Knieoperation oder einer Bandverletzung am Knie: Eine Knieorthese mit einstellbaren Gelenken begrenzt Beugung und Streckung. 

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  • Bei Kniearthrose: Eine Kniebandage mit Kompression kann Schwellung und Belastungsschmerz lindern. Ist vor allem eine Knieseite verschlissen, etwa bei O- oder X-Beinen, kommt eine Entlastungsorthese infrage, die den Druck auf diese Seite verringern kann.

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  • Wenn die Hand nachts kribbelt oder einschläft: Das ist das typische Zeichen eines Karpaltunnelsyndroms. Die Fachleitlinie empfiehlt im frühen Stadium eine Handgelenkorthese, die das Gelenk im Schlaf gerade hält und so den Druck auf den Nerv verringert.

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  • Bei Schmerzen an der Daumenwurzel: Arthrose im Sattelgelenk des Daumens (Rhizarthrose) macht Greifen, Schreiben und Aufschrauben mühsam. Eine kurze Daumenorthese stabilisiert das Gelenk bei diesen Tätigkeiten.

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  • Bei Tennis- oder Golferarm: Eine Epicondylitisspange drückt unterhalb des Ellenbogens auf die Unterarmmuskeln und kann den gereizten Sehnenansatz entlasten.

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  • Nach einem Strecksehnenriss am Finger: Eine kleine Fingerschiene hält das Endglied über mehrere Wochen ohne Unterbrechung gestreckt.

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  • Nach einer Schulterverletzung oder -operation: Armschlinge oder Schulterorthese halten den Arm in der Position.

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  • Nach einem Wirbelkörperbruch oder einer Wirbelsäulenoperation: Eine Rückenorthese kann im Einzelfall Schmerzen verringern und das frühe Aufstehen erleichtern.

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  • Nach Sport- und Schulsportverletzungen im Kindesalter: Viele Bandagen und Orthesen gibt es auch in Kindergrößen. Wir messen sie am wachsenden Gelenk neu aus, sobald die alte Größe zu knapp wird. 

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Orthese oder Bandage?


Das Hilfsmittelverzeichnis der Krankenkassen beschreibt Bandagen als meist konfektionierte Hilfsmittel aus flexiblen Materialien, die komprimieren oder die Gelenkfunktion sichern. Orthesen dienen dort der Ruhigstellung, Stabilisierung, Führung, Korrektur und Entlastung und arbeiten mit Schalen, Schienen oder Gelenken. Vereinfacht gesagt: Eine Bandage unterstützt ein Gelenk, das sich bewegen soll. Eine Orthese legt fest, wie weit es sich bewegen darf.


 

  • Elastische Bandage eignet sich, wenn das Gelenk stabil ist, aber schwillt, schmerzt oder sich unsicher anfühlt - etwa bei Reizzuständen, Arthrose oder der Rückkehr in den Sport.

  • Bandage mit Pelotte oder Gurten kommt zum Einsatz, wenn zusätzlich eine bestimmte Stelle gezielt geführt oder entlastet werden soll - etwa bei der Kniescheibe, Achillessehne oder Lendenwirbelsäule.

  • Orthese mit Schalen oder Schienen sichert ein Gelenk gegen bestimmte Bewegungen - etwa bei einem Außenbandriss, Karpaltunnelsyndrom oder Rhizarthrose.

  • Orthese mit einstellbarem Gelenk gibt den Bewegungsumfang schrittweise frei - etwa nach einer Knie- oder Ellenbogenoperation.

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Knie

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  • Kniebandagen aus Kompressionsgestrick, oft mit einem Silikonring um die Kniescheibe (Patellapelotte), der den Druck auf das Gelenk verteilt.

  • Bandagen und Orthesen zur Führung der Kniescheibe, wenn sie aus ihrer Gleitbahn springt oder dazu neigt.

  • Knieorthesen mit seitlichen Schienen nach Kreuzband-, Seitenband- oder Meniskusverletzungen; nach einer Operation mit einstellbarem Gelenk.

  • Entlastungsorthesen für Arthrose, die eine Knieseite stärker betrifft als die andere.

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Sprunggelenk und Fuß

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  • Sprunggelenkbandagen mit Kompression und Knöchelpolstern, etwa bei Reizzuständen oder für die Rückkehr in den Sport, wenn eine Verletzung abgeklungen ist.

  • Halbstarre Sprunggelenkorthesen mit seitlichen Schalen, die das Umknicken nach außen bremsen und das Gehen trotzdem zulassen.

  • Achillessehnenbandagen, die die Sehne komprimieren und bei einer Haglundferse den Druck am Fersenrand mindern können.

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Hand, Daumen und Finger

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  • Handgelenkbandagen bei Überlastung und Reizzuständen, zum Beispiel durch viel Arbeit an Maus und Tastatur.

  • Handgelenkorthesen mit Schiene in der Handfläche, nachts beim Karpaltunnelsyndrom oder tagsüber nach einer Verstauchung.

  • Daumenorthesen bei Rhizarthrose und nach Bandverletzungen am Daumengrundgelenk, wie sie beim Skifahren oder Ballsport vorkommen.

  • Fingerschienen, die ein Fingerglied nach einer Sehnenverletzung in gestreckter Position halten.

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Ellenbogen und Schulter

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  • Epicondylitisspangen und Ellenbogenbandagen mit Pelotten, die den Zug an den Sehnenansätzen verringern können.

  • Ellenbogenorthesen mit einstellbarem Gelenk nach Brüchen oder Operationen.

  • Armschlingen und Schulterorthesen, etwa nach einer ausgekugelten Schulter oder einer Operation an der Rotatorenmanschette.

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Rücken und Rumpf

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  • Lumbalbandagen mit Pelotte, die die Lendenwirbelsäule stützen und die Rumpfmuskulatur wahrnehmbar machen.

  • Rückenorthesen mit Rahmen oder Schalen, die den Oberkörper aufrichten und die Wirbelsäule nach einem Bruch oder einer Operation entlasten.

  • Halsorthesen nach Verletzungen der Halswirbelsäule, wenn sie ärztlich angeordnet sind.

  • Bauchbandagen, die die Bauchdecke nach einer Operation am Bauch stützen.

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Ablauf: vom Rezept bis zur Nachkontrolle

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  1. Unterlagen mitbringen: Bringen Sie Ihre Verordnung mit und, falls vorhanden, den OP- oder Entlassbericht. Tragen Sie Kleidung, die das betroffene Gelenk frei lässt. Für Knie- und Sprunggelenkorthesen gehören die Schuhe dazu, in denen Sie am meisten gehen.

  2. Messen: Wir messen Umfänge und Längen an den Punkten, die der Hersteller für die Größenwahl vorgibt. Ist das Gelenk frisch verletzt und noch geschwollen, prüfen wir, ob eine Größe mit Verstellbereich sinnvoll ist.

  3. Anprobieren: Sie stehen, gehen oder greifen mit dem ausgewählten Modell. So sehen wir, ob Schienen und Pelotten an der richtigen Stelle liegen und nichts drückt.

  4. Anlegen üben: Sie legen die Orthese unter Anleitung selbst an, bis jeder Handgriff sitzt. Fehlt dafür die Kraft in den Händen, zeigen wir es auch Angehörigen. Bei Gelenkorthesen stellen wir die vorgegebenen Winkel ein und erklären, wann welche Stufe freigegeben wird.

  5. Mit der Kasse abrechnen: Ist für Ihr Hilfsmittel eine Genehmigung nötig, stellen wir den Kostenvoranschlag zusammen, schicken ihn mit Ihrer Verordnung an die Krankenkasse und stehen mit ihr in Verbindung, bis die Entscheidung vorliegt.

  6. Nachkontrolle: Klingt die Schwellung ab, sitzt die Orthese lockerer. Dann ziehen wir Gurte nach, polstern Druckstellen um oder tauschen die Größe. Steht die nächste Freigabestufe an, stellen wir das Gelenk neu ein.

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Muss das Bein nach einer Knie- oder Sprunggelenkoperation zusätzlich entlastet werden, stellen wir Ihnen passende Unterarmgehstützen unter Reha- und Mobilitätstechnik vor.

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Kostenübernahme: Orthesen und Bandagen auf Rezept

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Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt Orthesen und Bandagen, die medizinisch notwendig sind. Dafür brauchen Sie ein Rezept, auf dem Diagnose und Hilfsmittel stehen. Gültigkeit des Rezepts: Die Versorgung muss innerhalb von 28 Kalendertagen nach dem Ausstellungsdatum beginnen. Geht der Antrag innerhalb dieser Frist bei der Krankenkasse ein, ist sie gewahrt. Genehmigung: Ob die Kasse vorab zustimmen muss, hängt von Ihrer Krankenkasse und vom Produkt ab. Den Kostenvoranschlag übernehmen wir.


 

  • Mehrkosten: Bezahlt wird die Ausführung, die medizinisch ausreicht. Entscheiden Sie sich für mehr, etwa für eine besonders leichte Sportversion, tragen Sie die Differenz. Den Betrag erfahren Sie von uns, bevor Sie das Hilfsmittel mitnehmen.

  • Arbeits- und Wegeunfall: Nach einem Unfall bei der Arbeit oder auf dem Weg dorthin trägt in der Regel die gesetzliche Unfallversicherung die Kosten. Die Verordnung stellt dann meist die Durchgangsärztin oder der Durchgangsarzt aus.

  • Private Versicherung und Kauf ohne Rezept: Privatversicherte bekommen erstattet, was ihr Vertrag abdeckt. Ohne Verordnung erhalten Sie jede Bandage und Orthese aus unserem Sortiment als Selbstzahler. Das betrifft auch Bandagen, die ein gesundes Gelenk beim Sport vorbeugend schützen sollen, denn dafür zahlt die Krankenkasse in der Regel nicht.

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Häufige Fragen

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Kniebandage oder Knieorthese: Was brauche ich?

Das hängt davon ab, ob Ihr Knie stabil ist. Bei Arthrose, Reizzuständen oder einem unsicheren Gefühl nach einer überstandenen Verletzung genügt oft eine Kniebandage. Sie komprimiert und führt, schränkt die Beweglichkeit aber kaum ein. Ist ein Band gerissen, wurde das Knie operiert oder soll eine Knieseite entlastet werden, braucht es eine Knieorthese mit Schienen und Gelenken. Welche Variante medizinisch angezeigt ist, klärt die ärztliche Untersuchung.

Bekomme ich eine Bandage auf Rezept?

Ja, wenn eine Ärztin oder ein Arzt sie wegen einer Erkrankung oder Verletzung verordnet. Ihr Anteil beschränkt sich dann auf die gesetzliche Zuzahlung. Für die vorbeugende Sportbandage ohne Befund zahlt die Kasse in der Regel nicht, ebenso wenig für ein Zweitexemplar für die Sporttasche, wenn es nicht verordnet ist.

Wie lange ist ein Rezept für eine Orthese gültig?

28 Kalendertage ab Ausstellung. Innerhalb dieser Zeit muss die Versorgung beginnen oder der Antrag bei der Krankenkasse eingegangen sein. Danach verliert die Verordnung ihre Gültigkeit, und Sie brauchen eine neue. Melden Sie sich deshalb möglichst bald nach dem Arztbesuch.

Wie lange muss ich die Orthese tragen?

Das legt Ihre Behandlung fest, nicht das Hilfsmittel. Nach einem Außenbandriss am Sprunggelenk sieht die Leitlinie mindestens fünf Wochen vor, nach Knieoperationen richtet sich die Tragedauer nach dem Operationsbericht. Bei einem Karpaltunnelsyndrom wird die Orthese in der Regel nachts getragen. Setzen Sie eine Orthese nicht eigenmächtig früher ab, und sprechen Sie Beschwerden beim nächsten Kontrolltermin an.

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Orthesen und Bandagen an unseren Berliner Standorten

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Vermessung, Anprobe und Nachkontrolle übernehmen beide Filialen.

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Spandau - Streitstraße 13, 13587 Berlin · Tel. 030 55611837 · Mo-Fr 9-18 Uhr

 

Wer mit frisch verletztem Fuß oder Knie kommt, parkt kostenlos direkt vor dem Eingang und hat nur wenige Schritte bis zur Anprobe.

 

Sanitätshaus Spandau - Anfahrt & Kontakt →

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Ku'damm / City West - Nürnberger Str. 68, 10787 Berlin-Schöneberg · Tel. 030 30109967 · Mo-Fr 9-18 Uhr

 

Wer nach einer Knie- oder Sprunggelenkverletzung nicht selbst fahren darf, erreicht den barrierefreien Eingang per U-Bahn: U3 bis Augsburger Straße oder U1, U2 und U3 bis Wittenbergplatz.

 

Sanitätshaus Ku'damm - Anfahrt & Kontakt →

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Ein Anruf in der Filiale oder eine Nachricht über das Kontaktformular genügt. Geben Sie das verordnete Hilfsmittel und die betroffene Körperseite an, dann legen wir passende Größen bereit.

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