Orthopädische Einlagen in Berlin: gefertigt nach Fußdruckmessung

MotusVital fertigt stützende, bettende und entlastende Einlagen, Korrektureinlagen für Kinder sowie Einlagen für Lauf-, Wander- und Fußballschuhe. Ausgangspunkt sind die ärztliche Verordnung und eine digitale Fußdruckmessung. Sie macht sichtbar, welche Zonen der Fußsohle überlastet sind, und legt damit Aufbau, Polsterung und Material Ihrer Einlage fest.
Wann orthopädische Einlagen sinnvoll sind
Einlagen werden als Hilfsmitteln meist bei folgenden Diagnosen verordnet:
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Senk-, Spreiz- oder Knicksenkfuß: Eine stützende Einlage mit Längs- und Quergewölbestütze hält die Fußgewölbe auch unter Last in Form und verteilt den Druck gleichmäßiger über die Sohle.
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Schmerzen unter dem Vorfuß oder eine Morton-Neuralgie: Ein Polster direkt hinter den Mittelfußköpfchen hebt das Quergewölbe an und nimmt Last vom schmerzenden Ballen.
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Fersensporn und Plantarfasziitis: Eine Aussparung unter dem Fersenbein, weich unterpolstert, entlastet genau die Stelle, die beim Auftreten schmerzt.
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Hallux rigidus, die Arthrose im Großzehengrundgelenk: Eine versteifte Zone unter dem Gelenk begrenzt das schmerzhafte Abknicken beim Abrollen. Bei Hallux valgus kann eine Einlage den Druck am Ballen mindern, die Fehlstellung selbst korrigiert sie nicht.
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Rheuma, Arthrose und versteifte Fußgelenke: Bettungseinlagen stabilisieren den nicht mehr korrigierbaren Fuß gegen Dreh- und Biegebewegungen und polstern empfindliche Stellen weich ab.
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Unterschiedlich lange Beine: Ein fest mit der Einlage verbundener Ausgleich überbrückt die Längendifferenz im Schuh.
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Diabetes mit nachlassendem Schmerzempfinden: Druckspitzen unter der Sohle können dann unbemerkt zu Hautschäden führen. Weichpolsternde Bettungen verteilen die Last. Bei hohem Risiko kommt stattdessen eine diabetesadaptierte Fußbettung im Spezialschuh infrage.
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Nach einer Fußoperation: Schalen- und Korrektureinlagen helfen, das Operationsergebnis im Alltag zu sichern.
Hinweis: Die Indikation stellt die ärztliche Praxis: Ihre Ärztin oder Ihr Arzt legt nach der Untersuchung fest, ob und welche Einlage nötig ist. Wir setzen die Verordnung handwerklich um und besprechen mit Ihnen, in welchen Schuhen Sie die Einlage tragen werden.
Einlagenarten im Überblick:
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Stützende Einlagen eignen sich, wenn das Fußgewölbe unter Belastung absinkt - etwa bei einem Senk-, Spreiz- oder Knicksenkfuß. Sie werden meist in Alltagsschuhen getragen.
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Bettungseinlagen kommen zum Einsatz, wenn der Fuß versteift ist oder Druckstellen entstehen, wie bei Rheuma, Arthrose oder empfindlichen Fußsohlen.
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Schaleneinlagen sind ideal, wenn der Rückfuß seitlich geführt werden muss - etwa bei Kindern mit Fehlentwicklungen oder Erwachsenen mit ausgeprägtem Knickfuß.
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Einlagen mit Korrekturbacken helfen, den wachsenden Fuß gezielt zu lenken, und werden nach ärztlicher Verordnung bei Kindern und Jugendlichen eingesetzt.
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Ein Verkürzungsausgleich oder Fersenpolster ist sinnvoll, wenn ein Bein kürzer ist oder die Ferse bei jedem Schritt schmerzt - etwa bei Beinlängendifferenzen oder Stoßbelastungen.
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Sensomotorische Einlagen sprechen zusätzlich zur Stützung die Fußmuskulatur an und eignen sich besonders für sportliche Aktivitäten oder auf eigenen Wunsch.
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Sporteinlagen werden verwendet, wenn Standard-Einlagen im Sportschuh nicht passen - etwa beim Laufen, Wandern, Fußball oder Radfahren.
Stützende Einlagen und Bettungseinlagen
Die stützende Einlage ist die häufigste Versorgung. Sie trägt Längs- und Quergewölbe dort, wo der Fuß unter dem Körpergewicht nachgibt, und lässt sich mit Zusätzen wie Fersenspornpolster, Pelotte oder Keil auf Ihren Befund abstimmen. Bettungseinlagen verfolgen ein anderes Ziel: Sie korrigieren nicht, sondern nehmen den Fuß so auf, wie er ist. Mehrere Schichten unterschiedlicher Härte fangen Druckspitzen ab. Das ist vor allem bei rheumatisch veränderten Füßen, bei Arthrose und bei sehr empfindlicher Haut gefragt.
Schalen- und Korrektureinlagen für Kinder
Plattfüße bei Kleinkindern sind in den meisten Fällen eine normale Entwicklungsphase. Nach der ärztlichen Leitlinie zum kindlichen Knicksenkfuß braucht ein beweglicher, schmerzfreier Fuß keine Einlage. Barfußlaufen, Klettern und Rennen fördern die Fußmuskulatur dann mehr als jede Stütze. Anders ist es bei Schmerzen, bei einer ausgeprägten oder zunehmenden Fehlstellung und nach Operationen. Dann verordnen Kinderorthopädinnen und Kinderorthopäden Schaleneinlagen oder Einlagen mit Korrekturbacken. Letztere entstehen nach einem Formabdruck des Fußes, den wir dabei in Korrekturstellung halten. Weil Kinderfüße wachsen, braucht Ihr Kind mit jeder neuen Schuhgröße neue Einlagen. Die Einlage selbst lässt sich nicht vergrößern.
Sensomotorische Einlagen
Sensomotorische, auch propriozeptive Einlagen stützen den Fuß nicht passiv. Gezielt gesetzte Erhebungen unter der Sohle sollen bestimmte Muskeln anregen und so die Fußführung beeinflussen. Wer sie ausprobieren möchte, erhält sie bei uns als Selbstzahlerleistung, auf Wunsch auch ergänzend zu einer Kasseneinlage.
Sporteinlagen
Ein Laufschuh bietet innen mehr Volumen als ein Fußballschuh, ein Radschuh hat eine starre Sohle. Deshalb bauen wir Einlagen für den Sport nach der Schuhart auf, für die sie gedacht sind. Bringen Sie den Sportschuh zur Anprobe mit, denn Passform und Fußgefühl lassen sich nur im eigenen Schuh beurteilen.
Einlagen für Berufs- und Sicherheitsschuhe
Wer den ganzen Tag steht, etwa in Pflege, Gastronomie oder Handwerk, braucht eine Einlage, die zum Arbeitsschuh passt. Für Sicherheitsschuhe gilt eine Besonderheit: Nach der Regel DGUV 112-191 der Unfallversicherung dürfen dort nur Einlagen liegen, die zusammen mit genau diesem Schuhmodell geprüft sind. Eine Einlage aus dem Freizeitschuh gefährdet sonst die Schutzwirkung, zum Beispiel die Ableitfähigkeit gegen elektrostatische Aufladung. Die Kosten übernimmt in diesem Fall meist nicht die Krankenkasse, sondern je nach Situation die Rentenversicherung, die Unfallversicherung, die Agentur für Arbeit oder der Arbeitgeber. Der Antrag muss vor der Versorgung gestellt sein. Bringen Sie deshalb Hersteller und Modellbezeichnung Ihres Sicherheitsschuhs zum ersten Gespräch mit.
Ablauf: von der Fußdruckmessung bis zur Nachkontrolle
1. Gespräch: Wir besprechen Verordnung, Beschwerden und Alltag: Wie lange stehen oder gehen Sie täglich, welchen Sport treiben Sie, welche Schuhe tragen Sie am häufigsten? Bringen Sie genau diese Schuhe mit.
2. Fußdruckmessung: Sie stehen und gehen über eine Messplatte. Die Auswertung zeigt als Farbbild, wie sich Ihr Körpergewicht auf Ferse, Mittelfuß und Zehen verteilt. Je nach Einlagenart nehmen wir zusätzlich einen Abdruck, für Korrektureinlagen einen dreidimensionalen Formabdruck.
3. Fertigung: Aus Messung und Abdruck entsteht Ihre Einlage. Das Material richtet sich nach ihrer Aufgabe: Kunststoffe wie Polypropylen und EVA für leichte, formstabile Einlagen, Kork und Leder für klassische Aufbauten, Carbon für flache, sehr steife Sportmodelle, weiche Polsterschichten für Bettungen.
4. Anprobe im eigenen Schuh: Wir setzen die Einlage in Ihren Schuh ein, prüfen Sitz und Druckverteilung im Stehen und Gehen und schleifen bei Bedarf nach. Einlagen brauchen einen Schuh mit flachem Absatz, fester Fersenkappe und herausnehmbarer Innensohle. In Pumps oder sehr engen Slippern finden sie keinen Halt.
5. Eingewöhnung und Nachkontrolle: Tragen Sie die neue Einlage in den ersten Tagen stundenweise und steigern Sie die Tragezeit schrittweise. Drückt sie nach der Eingewöhnung noch, passen wir sie an. Das Wechselpaar fertigen wir erst, wenn sich das erste Paar im Alltag bewährt hat.
Treten Ihre Beschwerden vor allem beim Laufen auf, ergänzt eine Lauf- und Ganganalyse am Standort Ku'damm die Messung im Stand um das Bewegungsbild in Zeitlupe (ab 69 €).
Kostenübernahme: Einlagen auf Kassenrezept
Rechtsgrundlage und Produktgruppe: Gesetzlich Versicherte haben nach § 33 SGB V Anspruch auf Einlagen, wenn eine ärztliche Verordnung vorliegt. Das Hilfsmittelverzeichnis führt sie als Produktgruppe 08 und gliedert sie unter anderem so:
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08.03.01 stützende Einlagen
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08.03.02 Bettungseinlagen zur Entlastung
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08.03.03 Schaleneinlagen
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08.03.04 Einlagen mit Korrekturbacken
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08.03.06 Stoßabsorber und Verkürzungsausgleiche
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08.03.07 Einlagen bei schweren Fußfehlformen
Wie viele Paare: Bei der Erstversorgung erhalten Versicherte in der Regel zwei Paar, das zweite als Wechselpaar nach erfolgreicher Erprobung des ersten. Für zwei Paare setzt das Hilfsmittelverzeichnis eine Nutzungsdauer von mindestens einem Jahr an. Danach ist bei weiterem Bedarf eine neue Verordnung möglich. Bei Kindern kann wachstumsbedingt früher eine neue Versorgung nötig sein.
Mehrkosten: Die Kasse übernimmt die medizinisch notwendige Ausführung. Wünschen Sie ein besonderes Material, eine zusätzliche Sportausführung oder Zusätze, die über die Verordnung hinausgehen, tragen Sie den Unterschied selbst. Solche Mehrkosten nennen wir Ihnen vor der Fertigung, und Sie bestätigen sie schriftlich.
Keine Kassenleistung sind:
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sensomotorische Einlagen
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konfektionierte Fußstützen und Polstersohlen von der Stange
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die Schuhe, in denen die Einlagen getragen werden
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Einlagen für Sicherheitsschuhe (hier sind andere Träger zuständig, siehe oben)
Privat versichert oder ohne Rezept: Privatversicherte reichen unseren Kostenvoranschlag bei ihrer Versicherung ein; was erstattet wird, legt der Tarif fest. Ohne Verordnung fertigen wir jede Einlage als Selbstzahlerleistung.
Häufige Fragen
Was kosten orthopädische Einlagen ohne Rezept?
Der Preis hängt von vier Faktoren ab: von der Einlagenart (eine stützende Einlage ist einfacher aufgebaut als eine mehrschichtige Bettung), vom Material (Carbon kostet mehr als Kunststoff), vom Abdruckverfahren und von Zusätzen wie Fersenpolster, Pelotte oder Verkürzungsausgleich. Nach der Fußdruckmessung nennen wir Ihnen den genauen Preis, bevor wir mit der Fertigung beginnen. Mit ärztlicher Verordnung zahlen Sie für die notwendige Ausführung nur die gesetzliche Zuzahlung.
Wie oft bekomme ich neue Einlagen auf Rezept?
Zur Erstversorgung gibt es in der Regel zwei Paar. Die Kasse geht dann von einer Nutzungsdauer von mindestens einem Jahr aus. Besteht der Bedarf weiter, ist danach eine neue ärztliche Verordnung möglich. Früher ist ein Ersatz möglich, wenn sich Ihr Fuß verändert, die Einlage verschlissen ist oder Ihr Kind eine neue Schuhgröße braucht. Kleinere Reparaturen, etwa ein neuer Bezug, sind oft wirtschaftlicher als ein neues Paar.
Wie lange dauert die Eingewöhnung?
Rechnen Sie mit einigen Tagen bis wenigen Wochen. Beginnen Sie mit ein bis zwei Stunden am Tag und verlängern Sie die Tragezeit schrittweise. Ein ungewohntes Gefühl unter dem Gewölbe ist anfangs normal. Scheuert die Einlage, drückt sie an einer Stelle oder werden die Schmerzen stärker, kommen Sie zur Kontrolle, statt sie weiterzutragen.
Passen Einlagen in jeden Schuh?
Nein. Am besten eignen sich Schuhe mit herausnehmbarer Innensohle, ausreichend Volumen, fester Fersenkappe und flachem Absatz. Dazu zählen viele Sneaker, Schnürschuhe, Wanderschuhe und Laufschuhe. In Pumps, Ballerinas oder Sandalen ohne Fußbett rutscht eine Einlage oder drückt den Fuß gegen das Oberleder. Für solche Schuhe gibt es schmale Sonderformen, die wir nach Rücksprache fertigen. Planen Sie für den Alltag deshalb am besten ein Paar Hauptschuhe ein, für das die Einlage gebaut wird.
Orthopädische Einlagen an unseren Berliner Standorten
Messung, Fertigung und das Einpassen in Ihre Schuhe übernehmen beide Filialen vollständig.
Spandau - Streitstraße 13, 13587 Berlin · Tel. 030 55611837 · Mo-Fr 9-18 Uhr
Mit Rezept und den Schuhen, in denen Sie die Einlagen tragen möchten, können Sie in Spandau auch ohne vorherige Terminvereinbarung vorbeikommen.
Sanitätshaus Spandau - Anfahrt & Kontakt →
Ku'damm / City West - Nürnberger Str. 68, 10787 Berlin-Schöneberg · Tel. 030 30109967 · Mo-Fr 9-18 Uhr
Hier lässt sich die Einlagenversorgung mit der Lauf- und Ganganalyse im selben Haus verbinden. Zwei U-Bahnhöfe liegen in Gehweite: Augsburger Straße an der U3 sowie Wittenbergplatz, wo U1, U2 und U3 halten.
Sanitätshaus Ku'damm - Anfahrt & Kontakt →
Melden Sie sich telefonisch bei einer der beiden Filialen oder nutzen Sie das Kontaktformular, und legen Sie Ihre Verordnung bereit. Bei Kindern hilft uns zusätzlich der letzte ärztliche Befund.
