top of page

Pflege, Inkontinenz & Bad-Hilfen in Berlin: Pflegehilfsmittel, Inkontinenzversorgung und ein sicheres Bad

Duschhocker, Inkontinenzprodukte und Pflegehilfsmittel in der Beratung bei MotusVital Berlin

MotusVital versorgt Sie mit Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch, Inkontinenzmaterial, Dusch- und Toilettenhilfen sowie Pflegebetten und Wechseldruckmatratzen. Welche Produkte passen, leiten wir aus Pflegesituation, Badezimmer und Tagesablauf ab. Dabei klären wir für jedes Produkt, ob die Krankenkasse oder die Pflegekasse zuständig ist.

Wann Pflege-, Inkontinenz- und Bad-Hilfen sinnvoll sind

 

Mit diesen Anlässen kommen Betroffene und ihre Angehörigen am häufigsten zu uns:

​

  • Verbrauchsmaterial wie Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel und Bettschutzeinlagen

  • Nach der Entlassung aus Klinik oder Reha: Wer vorher selbstständig war, braucht oft von einem Tag auf den anderen einen Duschhocker, eine Toilettensitzerhöhung oder ein Pflegebett.

  • Bei Blasenschwäche oder Stuhlinkontinenz: etwa nach einer Prostataoperation, nach Geburten, bei Demenz oder bei neurologischen Erkrankungen. Aufsaugende Produkte gibt es für leichten Harnverlust ebenso wie für die vollständige Versorgung rund um die Uhr.

  • Wenn das Bad zur Hürde wird: Der hohe Wannenrand, der niedrige Toilettensitz oder der fehlende Halt beim Aufstehen sind oft die ersten Stellen, an denen der Alltag unsicher wird.

  • Bei langer Bettlägerigkeit: Wer viel liegt, ist durch Druckgeschwüre (Dekubitus) gefährdet. Druckentlastende Matratzen und eine durchdachte Lagerung können helfen, ihnen vorzubeugen.

  • Wenn Angehörige an ihre Grenzen kommen: Ein Pflegebett mit verstellbarer Liegehöhe entlastet den Rücken der pflegenden Person bei jedem Einlagenwechsel und bei jeder Körperpflege.

​

Sortiment im Überblick: Was passt zu welcher Situation?

​

Pflegehilfsmittel zum Verbrauch (Pflegebox) Geeignet, wenn ein Pflegegrad besteht und zu Hause gepflegt wird Typischer Einsatz: Hygiene bei Körperpflege und Einlagenwechsel

​

  • Aufsaugende Inkontinenzprodukte Geeignet, wenn Urin oder Stuhl unwillkürlich abgeht Typischer Einsatz: Vorlagen tagsüber, Pants unterwegs, Slips in der Nacht

  • Ableitende Inkontinenzhilfen Geeignet, wenn Urin über ein System abgeleitet wird Typischer Einsatz: Urinbeutel für Tag und Nacht

  • Dusch- und Badehilfen Geeignet, wenn Stehen unter der Dusche oder der Wanneneinstieg unsicher ist Typischer Einsatz: Duschhocker, Badewannenbrett, Wannenlifter

  • Toilettenhilfen Geeignet, wenn Hinsetzen und Aufstehen schwerfallen Typischer Einsatz: Sitzerhöhung, Toilettenstuhl am Bett

  • Pflegebett und Druckentlastung Geeignet, wenn der Tag überwiegend im Bett verbracht wird Typischer Einsatz: Pflege im Bett, Vorbeugung gegen Dekubitus

​

​

Pflegehilfsmittel zum Verbrauch: die Pflegebox

​

Die sogenannte Pflegebox ist kein fertiges Paket, sondern eine monatliche Auswahl aus einem festgelegten Katalog. Erstattungsfähig sind:

​

- saugende Bettschutzeinlagen zum Einmalgebrauch

- Einmalhandschuhe und Fingerlinge

- medizinischer Mundschutz und Schutzschürzen

- Hände- und Flächendesinfektionsmittel

 

Die Zusammenstellung lässt sich an den tatsächlichen Verbrauch anpassen, etwa wenn nach einem Infekt mehr Desinfektionsmittel gebraucht wird. Nicht dazu gehören Pflegeprodukte wie Duschgel oder Hautcreme und auch keine Inkontinenzvorlagen: Diese laufen über die Krankenkasse. Waschbare, wiederverwendbare Bettschutzeinlagen zählen zu den technischen Pflegehilfsmitteln und werden gesondert beantragt.

​

Inkontinenzversorgung

​

Aufsaugende Produkte unterscheiden sich in Saugleistung, Form und Befestigung:

 

  • Einlagen und Vorlagen: für tröpfchenweisen bis mittleren Urinverlust, getragen in der eigenen Unterwäsche oder in einer Fixierhose.

  • Pants: Inkontinenzhosen zum Hochziehen wie normale Unterwäsche, geeignet für alle, die selbstständig zur Toilette gehen.

  • Inkontinenzslips mit Klebeverschlüssen: für starke Inkontinenz und bettlägerige Menschen, weil sie sich im Liegen wechseln lassen.

  • Ableitende Hilfsmittel: Urinbeutel für Menschen, bei denen der Urin über ein Ableitungssystem aufgefangen wird.

 

Häufiger als eine zu geringe Saugleistung führt eine falsche Größe zu Problemen: Eine zu große Vorlage liegt nicht eng an und läuft seitlich aus, obwohl ihre Saugkraft ausreichen würde. Deshalb fragen wir nach Trinkmenge, Tagesablauf und Beweglichkeit, bevor wir Größe und Saugstufe festlegen. Liegt eine Dauerverordnung vor, läuft die Versorgung ohne neue Bestellung weiter: Menge und Rhythmus werden einmal festgelegt, und wir stellen jeden Monat zusammen, was gebraucht wird.

​

Dusch-, Bade- und Toilettenhilfen

​

Im Badezimmer treffen nasse Fliesen, wenig Platz und viele Haltungswechsel aufeinander. Welche Ausstattung passt, hängt davon ab, ob Sie duschen oder baden und wie viel Kraft Beine und Arme noch haben:

 

  • Duschhocker und Duschstühle: mit oder ohne Rückenlehne, manche mit Drehsitz oder mit Armlehnen zum Abstützen.

  • Badewannensitze und Badewannenbretter: Sie setzen sich zuerst auf den Wannenrand und rutschen dann auf Brett oder Sitz. Das ersetzt das riskante Hineinsteigen.

  • Badewannenlifter: ein elektrisch absenkbarer Sitz, der Sie in die Wanne hinab und wieder heraus bringt.

  • Toilettensitzerhöhungen: starr oder höhenverstellbar, auf Wunsch mit Armlehnen, die beim Aufstehen Halt geben.

  • Toilettenstühle: für die Nacht direkt neben dem Bett, wenn der Weg zum WC zu weit oder zu unsicher ist.

  • Haltegriffe: mobile Wannengriffe, die am Wannenrand befestigt werden, und Boden-Decken-Stangen als senkrechte Stütze zwischen Boden und Decke.

 

Tipp: Messen Sie vor der Beratung die Innenbreite der Wanne, die Höhe des Wannenrands und die Höhe des Toilettensitzes. Zwei oder drei Fotos vom Bad helfen zusätzlich. So lässt sich meist schon im ersten Gespräch klären, welches Modell in den Raum passt.

​

Pflegebett, Lagerung und Druckentlastung

​

Wird ein Mensch überwiegend im Bett gepflegt, bestimmt die Ausstattung rund um das Bett, wie sicher und wie aufwendig die Pflege ist:

 

  • Pflegebetten: Liegehöhe und Rückenteil sind elektrisch verstellbar. Die Arbeitshöhe lässt sich auf die pflegende Person einstellen, das Aufsetzen und Aufstehen fällt leichter.

  • Wechseldruckmatratzen: Eine Pumpe befüllt die Luftkammern abwechselnd und lässt sie wieder ab, sodass sich die Auflagefläche ständig verlagert. Pumpe und Ersatzbezüge gehören zur Ausstattung.

  • Lagerungshilfen: Kissen und Rollen, mit denen sich Fersen, Hüfte und Kreuzbein entlasten lassen.

  • Drehscheiben: Die Person steht auf der Scheibe und wird mit Unterstützung gedreht, etwa beim Wechsel vom Bett in den Rollstuhl. Das schont den Rücken der helfenden Person. Wer zusätzlich viele Stunden im Rollstuhl sitzt, braucht auch dort ein druckverteilendes Sitzkissen. Dazu beraten wir im Bereich Reha- und Mobilitätstechnik

 

Ablauf: vom ersten Anruf bis zur laufenden Versorgung

​

  1. Situation schildern: Am Telefon oder in der Filiale klären wir, was bereits vorliegt: Pflegegrad-Bescheid, ärztliche Verordnung, Entlassbericht. Fehlt ein Dokument, sagen wir Ihnen, wer es ausstellt.

  2. Zuständigkeit klären: Wir ordnen jedes Produkt dem richtigen Kostenträger zu. Verbrauchsmaterial für die Pflege beantragen wir bei der Pflegekasse, Inkontinenzmaterial und Badhilfen rechnen wir auf Rezept mit der Krankenkasse ab.

  3. Produkte auswählen: Saugstufe und Größe der Inkontinenzprodukte, Maße von Duschhocker und Sitzerhöhung sowie die Liegehöhe des Pflegebetts stimmen wir auf die pflegebedürftige Person und die Räume ab.

  4. Antrag stellen: Wir reichen Antrag oder Kostenvoranschlag bei der zuständigen Kasse ein und bleiben bis zur Entscheidung im Kontakt.

  5. Übergabe und Einweisung: Sie holen die Produkte in der Filiale ab, oder wir liefern sie zu Ihnen. Wir zeigen, wie Duschhocker, Sitzerhöhung und Pflegebett sicher eingestellt und genutzt werden.

  6. Laufende Versorgung: Verbrauchsmaterial und Inkontinenzprodukte liefern wir im vereinbarten Rhythmus nach. Ändert sich der Bedarf, passen wir Menge und Produkt an. Rückfragen der Kassen übernehmen wir.

​

Kostenübernahme: Pflegekasse oder Krankenkasse?

​

Was eine Krankheit oder Behinderung ausgleicht, zahlt die Krankenkasse nach § 33 SGB V. Was vor allem die Pflege zu Hause erleichtert, zahlt die Pflegekasse nach § 40 SGB XI. Kann ein Produkt beiden Zwecken dienen, prüft die Kasse, bei der der Antrag eingeht, wer zuständig ist. Diese Frage müssen Sie also nicht selbst lösen.

​

  • Pflegehilfsmittel zum Verbrauch (PG 54) Kostenträger: Pflegekasse Voraussetzung: Pflegegrad 1-5, Pflege zu Hause, Antrag ohne Rezept

  • Technische Pflegehilfsmittel (z. B. Pflegebett, waschbare Bettschutzeinlagen) (PG 50, PG 51) Kostenträger: Pflegekasse Voraussetzung: Pflegegrad

  • Inkontinenzhilfen (PG 15) Kostenträger: Krankenkasse Voraussetzung: ärztliche Verordnung

  • Bade- und Toilettenhilfen (PG 04, PG 33), Lagerungshilfen (PG 20), Wechseldruckmatratzen (PG 11) Kostenträger: Krankenkasse Voraussetzung: in der Regel ärztliche Verordnung

  • Bauliche Anpassungen (z. B. fest montierte Haltegriffe oder bodengleiche Dusche) Kostenträger: Pflegekasse (Zuschuss) Voraussetzung: Pflegegrad 1-5, Antrag vor Auftragsvergabe

​

Aufzahlung ist nicht dasselbe wie Zuzahlung: Die Verträge der Krankenkassen müssen eine ausreichende Auswahl an Inkontinenzprodukten ohne Mehrkosten vorsehen. Entscheiden Sie sich für ein Produkt mit mehr Komfort als vereinbart, zahlen Sie die Differenz selbst. Die gesetzliche Zuzahlung fällt in beiden Fällen zusätzlich an.

​

Vertragspartner: Inkontinenzmaterial darf nur ein Sanitätshaus abgeben, das mit Ihrer Krankenkasse einen Versorgungsvertrag geschlossen hat oder einem bestehenden Vertrag beigetreten ist. Das prüfen wir für Ihre Kasse vor der ersten Lieferung.

​

Befreiungen: Wer jünger als 18 Jahre ist, leistet keine gesetzliche Zuzahlung. Erwachsene werden befreit, sobald sie ihre jährliche Belastungsgrenze erreichen: 2 % der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt, bei schwerwiegender chronischer Erkrankung 1 %.

​

Private Versicherung und Selbstzahler: Bei privater Kranken- oder Pflegeversicherung gilt, was Ihr Tarif vorsieht. Ohne Rezept oder Pflegegrad erhalten Sie alle Produkte auch gegen Rechnung. 

​

Häufige Fragen

 

Brauche ich für Inkontinenzmaterial einen Pflegegrad?

Nein. Inkontinenzmaterial ist ein Hilfsmittel der Krankenkasse und wird ärztlich verordnet, unabhängig davon, ob ein Pflegegrad besteht. Die Kasse übernimmt die Kosten üblicherweise ab einer mindestens mittelgradigen Inkontinenz. Umgekehrt enthält die Pflegebox keine Vorlagen oder Pants: Die Bettschutzeinlagen darin schützen die Matratze, nicht die Person.

​

Ab welchem Pflegegrad bekomme ich die Pflegebox?

Ab Pflegegrad 1, sofern die Pflege zu Hause stattfindet, also in der eigenen Wohnung, bei Angehörigen oder im betreuten Wohnen. Ein ärztliches Rezept ist nicht nötig, den Antrag stellen wir gemeinsam mit Ihnen bei der Pflegekasse. Wer vollstationär im Pflegeheim lebt, hat keinen Anspruch, weil die Einrichtung das Material stellt.

​

Zahlt die Pflegekasse Haltegriffe und den Umbau des Bades?

Mobile Hilfen wie Duschhocker, Wannenlifter oder Toilettensitzerhöhung verordnet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt als Hilfsmittel. Für bauliche Veränderungen, etwa fest angeschraubte Haltegriffe oder den Umbau der Wanne zur bodengleichen Dusche, kann die Pflegekasse einen Zuschuss von bis zu 4.180 € je Maßnahme gewähren, bereits ab Pflegegrad 1. Leben mehrere Pflegebedürftige in einer Wohnung, sind bis zu 4.180 € je Person möglich, insgesamt höchstens 16.720 €. Stellen Sie den Antrag, bevor Sie einen Handwerksbetrieb beauftragen.

​

Wie funktioniert die automatische Nachlieferung?

Nach der ersten Versorgung legen wir gemeinsam Produkte, Menge und Rhythmus fest. Danach stellen wir Pflegebox und Inkontinenzmaterial jeden Monat zusammen, ohne dass Sie neu bestellen müssen. Ändert sich der Bedarf, etwa nach einem Klinikaufenthalt oder bei nachlassender Mobilität, genügt ein Anruf in Ihrer Filiale. 

​

Pflege, Inkontinenz & Bad-Hilfen an unseren Berliner Standorten

​

In Spandau wie in der City West erhalten Sie Pflegehilfsmittel, Inkontinenzversorgung und Badhilfen, abgerechnet mit Kranken- und Pflegekassen.

 

Spandau - Streitstraße 13, 13587 Berlin · Tel. 030 55611837 · Mo-Fr 9-18 Uhr

Große Monatspackungen Inkontinenzmaterial oder einen Duschhocker laden Sie direkt vor dem Eingang ins Auto.

 

Sanitätshaus Spandau - Anfahrt & Kontakt →

 

Ku'damm / City West - Nürnberger Str. 68, 10787 Berlin-Schöneberg · Tel. 030 30109967 · Mo-Fr 9-18 Uhr

Praktisch für Angehörige, die in Berlin City West arbeiten, erreichbar über die U-Bahnhöfe Wittenbergplatz (U1, U2, U3) und Augsburger Straße (U3).

 

Sanitätshaus Ku'damm - Anfahrt & Kontakt →

 

Melden Sie sich telefonisch in der Filiale Ihrer Wahl oder über das Kontaktformular, oder kommen Sie ohne Termin vorbei. Halten Sie beim ersten Kontakt, falls vorhanden, den Pflegegrad-Bescheid und die ärztliche Verordnung bereit. Dann klären wir die Zuständigkeit der Kassen gleich beim ersten Gespräch.

​

bottom of page